Huminstoffe im Faktencheck

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    von Gerdinjo   32  0  0

    • Huminstoffe im Faktencheck

      Hallo,
      das Thema wird ja öfter diskutiert, aber vielleicht kann man mal einige Fragen oder Thesen im klären?

      1. Wie dosiert man Huminstoffe?
      2. Kann man die Dosierung als Aquarianer messen?
      3. Kann man zu viele Huminstoffe im Wasser haben? (Bezogen auf Fische)
      4. Können zu wenig Huminstoffe für unsere Fische im Wasser sein?
      5. Gibt es Qualtätsunterschiede?
      6. Huminstoffe senken generell das Redoxpotenzial ?!
      7.Wie beeinflussen Huminstoffe den Ph-wert?
      8. Werden Wassertests nach Tröpfchenmethode durch Huminstoffe verfälscht?
      9. Können Huminstoffe elektro-chemische Sensoren beeinflussen?
      Grüße Tobias
    • Hallo Tobias,

      wenn es um Huminstoffe geht, dann ist dieser Vortrag von Pr. Christian Steinberg sehr, sehr interessant.
      Ich persönlich verwende Huminstoffe schon immer, da die zwei Sätze von Hans.J.Mayland bei mir wie "eingebrannt" und einleuchtend sind.
      Da geht es um umweltbedingte Schädigungen
      Zitate:
      "Einer der Hauptfehler ist es, diese Fischart im salzarmen, glasklaren Wasser pflegen zu wollen"
      "Gerade die Huminstoffe sind es aber, die den Tieren ein Leben in einem derart mineralarmen Wasser ermöglichen"
      "Um so weicher bzw. salzärmer das Wasser ist, desto mehr Kolloide oder Huminstoffe müssen wir zufügen"

      LG,
      Fred
    • Hallo Miguel,

      ja <50 µS/cm, also mineralarm.

      Aber selbst wenn ich mein Osmosewasser mit Mineralien auf 200µS/cm bringe bin ich der Meinung, dass den Tieren die Huminstoffe auf Dauer fehlen.


      Schadstoffbindung, vor allem von Schwermetallen in Wasser und Tier

      Stärkung des Immunsystems

      Keimreduzierung

      Unterstützung der gesunde Darmflora

      usw.

      Auf deine Aussage "..und die meisten Erfolg damit haben" hab ich bewusst nach dem Alter gefragt.

      Sicher wird da viel diskutiert, was die Wasserwerte anbelangt.

      Meine Meinung:

      Eine Evolution findet nicht in "100" Jahren statt! Wenn dann geschrieben wird, dass sie sich an das Leitungswasser (z.B. KH10, pH 7,5 und 800 µS/cm) angepasst haben, guter Anfängerfisch usw.,dann ist das für mich auf die Dauer keine optimale Haltung. Die Fische leben, das war's auch. Meine Tiere sind damals über 10 Jahre alt geworden, was man mit solchen Wasserwerten sicher nicht erreichen wird.


      LG,

      Fred
    • Hallo Miguel,

      ist aber mit der Färbung des Wassers, wie bei vielen Dingen, Geschmackssache. Es gibt aber auch Produkte, die das Wasser wohl nicht einfärben. Z.B. Catappa-X von Easy Life. Ich mag dieses leichte Cola-Braun, bei trotzdem kristallklarem Wasser. Hat auch noch als Nebeneffekt, dass diese Färbung die Strahlen, die die Algen fördern, herausgefiltert werden.

      LG,
      Fred
    • Hallo zusammen,

      Ich betreibe Awab und benutze auch Humine im Becken, dass Thema hatten wir schon und da kamen einige Fragen auf. Das Humin wird aus Kohle hergestellt und zersetzt sich nach 24 Stunden selbständig im Wasser. In der Zeit drehe ich die Nitratharzsäule zu. Das mache ich alle drei Tage.
      Ich werde jetzt mal einen Versuch machen, die Nitratharzsäule mit Zugabe des Humins weiter im System zu belassen, mal sehen ob sie eher einbricht dabei.
      Viele Grüße aus dem Schwarzwald,

      Jörg
    • Tobias schrieb:


      Wie aber kann man die Stoffmengenkonzentration nessen? Gibt es da vielleicht sogar was von JBL? :denken:
      Hallo Tobias,

      hab ich auch schon vergebens eine Lösung gesucht.
      Ich verlasse mich auf die Angaben des Herstellers (JBL-Tropol, Weinböhla-Aqua Humin WH67)
      Dosiere nach zwei Tagen die Hälfte nach, da nach 48h die Keimreduzierung nachlässt.
      Wie sich die ganze Sache allerdings mit dem Awab-System verhält weiß ich nicht, hab ich mich auch noch nicht schlau gemacht.

      LG,
      Fred
    • Hallo Tobias,

      ok, leuchtet ein.
      Das hieße aber dann, dass auch die Fulvosäuren im Awab landen und damit die gold-gelbe Farbe verschwindet?
      Wenn jetzt auch keine Huminstoffe auf natürliche Weise im Becken (Mulm, Seemandelbaumblätter usw) entstehen können, dann fehlen die doch gänzlich?
      Für mich sind die Humin- und Fulvosäuren ein Muss, - nicht nur wegen der Farbe, sondern hauptsächlich um den Keimdruck zu senken.
      Hab mal eine Aufzählung in einem anderen Forum gefunden, was die Stoffe so alles bewirken:
      • "Huminstoffe" beruhigen die Kiemen
      • "Huminstoffe" fördern die Schleimhäute
      • "Huminstoffe" wirken antibakteriel
      • "Huminstoffe" senken den Keimdruck
      • "Huminstoffe" wirken als Puffer
      • "Huminstoffe" dienen der Basis der Nahrungskette
      • "Huminstoffe" wirken (Blau)-Algen entgegen
      • "Huminstoffe" konservieren
      • "Huminstoffe" senken den PH-Wert
      • "Huminstoffe" färben das Wasser
      • "Huminstoffe" wirken als Ionen-Tauscher
      • "Huminstoffe" wirken als Katalysatoren
      • "Huminstoffe" wirken als Chelatoren
      • "Huminstoffe" stabilisieren das Redoxpotential
      • "Huminstoffe" schliesen Schwermetalle ein
      • "Huminstoffe" unterstützen das Pflanzenwachstum
      • "Huminstoffe" fördern die Microflora und /-fauna
      • "Huminstoffe" wirken als Nährstoffregulatoren
      LG,
      Fred
    • Hallo Fred

      Huminstoffe haben bestimmt einen positiven Nebeneffekt. Wobei ich die meisten Ausführungen bezweifle. Ganz besonders die Keimreduzierung durch Huminstoffe ist mir schleierhaft. Kann sich jedoch schnell mit mehreren aussagekräftigen Keimtests über 10 Tage untermauern.

      Ganz ehrlich, ich vertraue lieber meinem Awab als den permanenten Einsatz von Huminstoffen.
      Grüsse
      Manuel
    • Hallo Manuel,

      hast du dir mal den Vortrag über Humine (Video weiter oben) angesehen?
      Das Humin die Keimdichte reduziert ist ja durch viele Tests bewiesen.
      Ich versuche dadurch, dem Wasser des Amazonas so nah wie möglich zu kommen.
      Und im Amazonas sind nun mal Humine ohne Ende drin.
      Wie schreibt Hans J. Mayland so schön: "Ein Hauptfehler ist es, diese Fischart im salzarmen, glasklaren Wasser pflegen zu wollen. Zwar kommen die Tiere in ihren Heimatbiotopen in einem Wasser äußerster Mineralarmut vor (10 µS/cm), doch mag kein Pfleger die dunkle Färbung dieser Wassertypen. Gerade die Huminstoffe sind es aber, die den Tieren ein Leben in einem derart mineralarmen Wasser ermöglichen"
      So hab ich das vor ca. 25 Jahren auch schon gemacht und meine Tiere sind weit über 10 Jahre alt geworden.
      Diskus stehen z.B. auch bei einer kH von 7 auch sehr gut da, aber ob sie 10 Jahre erreichen bezweifle ich sehr, - wenn du weißt was ich meine. (Evolution)

      LG,
      Fred
    • Hallo zusammen,

      das Huminstoffe die Keimzahl im freien Wasser senkt, wurde durch Versuche bewiesen.

      Es war aber auch so, dass die Keimzahl zwei Tage nach der Zugabe von Huminstoffen wieder fast auf dem selben Wert war, wie vor der Zugabe.
      Daher muss man die Huminstoffe ständig nachdosieren und erhält dann in der Folge ein ziemlich braunes Wasser, was nicht jedem gefällt.

      Weiterhin ist der Keimzahl senkende Effekt nicht so effektiv, wie z.B. die Keimzahlsenkung mittels UVC oder Nitrafilter.

      Tobias schrieb:

      1. Wie dosiert man Huminstoffe?
      Siehe oben, am besten alle zwei Tage, je nach Konzentration der Huminstoffe 2 - 10 ml / 100 Liter


      Tobias schrieb:

      2. Kann man die Dosierung als Aquarianer messen?
      Wüsste ich nicht, nur im Labor. Wasserwerke geben den TOC Wert an.



      Tobias schrieb:

      Kann man zu viele Huminstoffe im Wasser haben? (Bezogen auf die Fische)
      Denke ich nicht aber bei der Zugabe von Gerbsäuren, sind z.B. in Erlenzäpfchen vorhanden (gehört nicht zu den Huminstoffen) sollte man vorsichtig sein, hier sind Überdosierungen möglich.


      Tobias schrieb:

      Können zu wenig Huminstoffe für unsere Fische im Wasser sein?
      Um die Frage würde ich mich gerne drücken, es ist aber immer eine gewisse Huminstoffkonzentration (Fulvo - und Huminsäuren) im Wasser, allein durch die tägliche Fütterung, durch absterbende Pflanzenblätter, Wurzeln usw.
      Erkennt man gut am leichten Gelbstich des Wassers, das ist kein Fischurin. ^^


      Tobias schrieb:

      Gibt es Qualtätsunterschiede?
      Ja gibt es, manche käuflichen Zusätze sind nur Braunfärber und enthalten anorganische Säuren (z.B. Salzsäure) zur Ansäurung des Wassers. Qualitativ hochwertige Huminstoffe gibt es vom Pharmawerk Weinböhla, Weber Humin oder das vom Diskusstudio Tinnes.


      Tobias schrieb:

      6. Huminstoffe senken generell das Redoxpotenzial ?!
      Ja, wenn auch nur wenig und nicht nachhaltig oder man dosiert ständig nach.


      Tobias schrieb:

      Wie beeinflussen Huminstoffe den Ph-wert?
      Säuern minimal an, nur im 1/10 PH Bereich und auch nicht nachhaltig. Der PH Wert wird aber stabilisiert, kann von Vorteil sein ,gerade bei sehr weichen Wasser.


      Tobias schrieb:

      Werden Wassertests nach Tröpfchenmethode durch Huminstoffe verfälscht?
      Die kH Messung, gerade bei sehr weichen Wasser wird durch die Humate und Fluvate verfälscht.


      Tobias schrieb:

      Können Huminstoffe elektro-chemische Sensoren beeinflussen?
      Nach meiner Erfahrung eher nicht, wenn dann nur minimal.

      Gruss Peter
    • Hallo Peter,

      das ist nicht ganz richtig was du schreibst.
      Humin verfärbt das Wasser nicht, - Fulvosäure ist dafür verantwortlich.
      Es gibt z.B. flüssige Huminpräparate, die verfärben das Wasser nicht.
      Die Nachdosierung macht das Wasser nicht noch dunkler.
      Wenn man nach ca. zwei Tagen nachdosiert, ist die Verfärbung schon ziemlich abgeklungen.
      Zitat von Weinböhla zum Aqua Humin:
      "Mit 3 ml Aqua Humin auf 100 l Wasser wird nachdosiert, sobald die goldgelbe Färbung das Wassers nachlässt?

      LG,
      Fred