Mein DC Becken hat Geburtstag

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    von Gerdinjo   63  0  1

    • Mein DC Becken hat Geburtstag

      Hallo zusammen,

      da mein Diskusbecken heute Geburtstag hat und genau ein Jahr läuft, denke ich, es ist mal Zeit für eine Vorstellung.

      Mein Name ist Stefan, ich bin 53 Jahre alt und wohne in Duisburg.
      Aquarianer bin ich seit 33 Jahren und habe in dieser Zeit viele unterschiedliche Arten erfolgreich gepflegt.
      Als vor ca. 3 Jahren abzusehen war, dass meinen mittelamerikanischen Buntbarschen ihre Zeit ablief, machte ich mir über neue Pfleglinge Gedanken.
      Nun hatte ich vor vielen Jahren schon mal ein Diskuspäärchen in einem Gesellschaftsbecken gehalten. Damals waren Informationen über deren Haltung rar gesät.
      Falls es hier auch jüngere Forennutzer gibt, ja, es gab mal eine Zeit ohne das Internet.
      Also wurde die Diskushaltung einer meiner wenigen Misserfolge in all den Jahren. Deswegen reifte der Entschluss, es noch einmal mit diesen Schönheiten zu versuchen.

      Voller Euphorie meldete ich mich in einem (anderen) Diskusforum an und stellte mein optisch sicherlich tolles Becken vor. Dann kam die Ernüchterung.
      „Sieht hübsch aus, aber für die Diskushaltung leider ungeeignet. Damit wirst du Probleme bekommen.“
      Man kann mir jetzt vieles vorwerfen, aber nicht das ich beratungsresistent bin. Schon gar nicht wenn es um den Umgang mit lebenden Tieren geht. Trotzdem war mein Ehrgeiz geweckt.
      Ich fing also an das Web nach allen Infos über die Diskushaltung zu durchforsten.
      Schnell war der Entschluss gefasst die Sache etwas anderes anzugehen.
      Meine einzige Vorgabe war es mein 450 l Juwelbecken zu erhalten, darüber hinaus aber alles andere auf den Prüfstand zu stellen und zu versuchen das für meine Gegebenheiten „perfekte“ Diskusbecken zu planen.
      Sehr schnell stieß ich dann auf den Begriff „ Awab “.
      Das entsprach meinen Vorstellungen.
      Ich habe schon in den letzten Jahren versucht meine Becken mit möglichst wenigem körperlichen Arbeitsaufwand zu betreiben ohne das meine Pfleglinge darunter leiden zu hätten.
      Auch wenn es unglaublich klingt, man wird halt immer älter und merkt das sogar.
      Da ich beruflich als Meister unter anderem mehrere Dampfkessel nebst Wasseraufbereitung betreue, waren mir viele Komponenten nicht unbekannt.
      Ich fing also an zu planen, zu verwerfen, neu zu planen, wieder zu verwerfen usw. Dieser Prozess dauerte tatsächlich ungefähr ein Jahr.
      Auch wenn das hier mein erster Beitrag ist, half mir dabei das DC-Forum ungemein.
      Am Anfang war ich etwas skeptisch. „Viel geschrieben wird hier ja nicht“, war mein erster Eindruck.
      Irgendwann begriff ich aber auch warum das so war.
      Glücklicherweise ist mir die Suchfunktion in Foren nicht fremd und selbstverständlich stellten sich mir viele Fragen bei der Planung meiner neuen Anlage. Aber egal welche das waren, ich fand eine Lösung über die Suche.

      Es gibt einfach kaum noch Themen, die noch nicht ausführlich besprochen wurden.

      - Pro und Contra diverser Awab Komponenten... Welche Harze soll ich nehmen und wie werden sie regeneriert?.. Peckys Futterküche...usw... -
      Es blieb keine Frage offen.

      Die technische Umsetzung des ganzen Projekts dauerte dann noch einmal mehrere Monate. Das Ergebnis bereitet mir immer noch jeden Tag viel Freude.

      Das Wasser läuft nun über einen Überlaufschacht in den Keller. Dort schuf ich Platz für einen Rollermat und zur Wasservolumenvergrößerung für ein 1400 l fassendes Filterbecken.
      Im Beipass wird dauerhaft ein Nitratfilter , und bei Bedarf eine Vollentsalzung und eine Muschelbruchsäule betrieben.
      Als Besatz entschied ich mich für 12 Scheiben von Markus Stöcker zusammen mit einem Trupp Sterbais und L-Welsen. Bislang habe ich noch keinen Ausfall zu beklagen gehabt.
      Füttern tue ich eine eigene Futtermischung, Artemia, Krill und rote und schwarze Mückenlarven. Alles in Frostform. Ich habe mich nach langer Überlegung gegen eine Fütterung mit Rinderherz entschieden.

      Ich habe bislang in keinster Weise meinen Entschluss bereut und möchte hiermit unbekannterweise den Mitgliedern dieses Forums danken.

      Abschließend möchte ich noch eine Sache erwähnen.
      Ich ernte immer wieder ungläubige Gesichter, wenn ich erzähle, dass ich keinen Wasserwechsel mehr mache. „Ja aber, da muss doch ab und zu mal wenigstens Frischwasser rein“, bekomme ich dann oft zur Antwort.
      Ich erwidere dann immer darauf, „Was glaubst du woher dein Wasser für den Wasserwechsel herkommt? Vom fernen, unberührten Planeten Alpha Frischwasi?
      Nö, in dein Frischwasser habe ich letzte Woche noch reingekackt und mein Nachbar hat sein Auto damit gewaschen.
      Ich brauche nur das herauszuholen, was ich auch selber ins Becken geschüttet habe.
      Wer so naiv ist zu glauben, dass unsere Wasserwerke immer alle Parameter einhalten können oder den Finger heben würden wenn es nicht so ist und als Kollateralschaden ein paar Fischchen verenden, darf gerne weiter Wasser wechseln.
      Ich persönlich wende eine andere Methode an und fahre bislang gut damit.“

      Nun möchte ich euch mein Becken nicht länger vor enthalten und stelle es mit einem zwei kurzen Videos bei einer einmal vor.
      Das erste Video entstand einen Tag nach dem Einsetzen und das zweite ist von gestern.

      Liebe Grüße Stefan

      youtube.com/watch?v=wBlan8djLhc

      youtube.com/watch?v=FxWZBtAyomI
    • Hallo Stefan,

      du bist etwas weiter als ich.
      Bei mir läuft derzeit noch die Planung.
      In 10 Tagen habe ich meinen Umzug endlich hinter mir und es kann losgehen.
      Dieses Jahr kommen sicherlich noch keine Fische, da ich erst einsetzt, wenn der Rest stimmt.
      Eine Frage noch: Hat bei der Volumenangabe Deines Filterbeckens die Tastatur geprellt? Scheint mir 'ne Null zuviel zu sein.

      Schönen Gruß
      Markus
    • mephistopheles schrieb:

      Hat bei der Volumenangabe Deines Filterbeckens die Tastatur geprellt? Scheint mir 'ne Null zuviel zu sein.
      Hallo Markus,

      stimmt schon so. Ist sicherlich ungewöhnlich und anders herum wäre mir auch lieber gewesen.
      Die Erklärung ist aber ziemlich unspektakulär.

      Ich wohne in einem liebevoll renovierten, alten Zechenhäuschen. Da war im Erdgeschoss leider nicht mehr Platz für ein größeres Becken.
      Da meine Frau Keller mit Spinnen assoziert und diesen nicht betritt, konnte ich mich dort austoben.
      Also habe ich mir aus Spannplatten ein U-förmiges Filterbecken zusammen gezimmert. Das in 5 cm Styropor gepackt und mit Harz und Glasfasern
      wasserdicht laminiert.
      Hatte mir gedacht, ein großes Gesamtwasservolumen kann nicht verkehrt sein.

      Gruß Stefan
    • Hi Stefan,

      hört sich sehr interessant an.
      Hälst du auch was in dem Mega Filter? Zwerggarnelen als Futter oder corydoras nachziehen?
      Weiter so

      Mit freundlichen Grüßen
      Frank
      Gruß Frank
      3 ausgewachsene Denisonii Barben abzugeben

      Verrücktes Aquarium ausstehend :schlafen:
      Altum, Geophagus sveni, Sturisoma aureum, Loricaria sp atabapo, Andinoacara pulcher, Endlerguppy, Diskus
      + Retroculus/Satanoperca, Mesonauta, Heros/Uara, Skalar Gold/Koi :schlafen:
    • Hallo Frank,

      das Teil ist ja eine Dunkelkammer. Ich möchte ja möglichst wenig Energie oder Verdunstungswasser verlieren.
      Das möchte ich keinem Lebewesen zumuten.
      Ich betreibe den Filter auch nicht nach der üblichen Methode. Der Begriff in der Aquaristik ist wohl "Diffusionsfilter". Ich mag die Bezeichnung aber nicht.
      Ich leite also das Wasser, durch entsprechende Einbauten, nicht durch das Filtermaterial hindurch sondern nur daran vorbei.

      Sonnige Grüße
      Stefan