Filterbecken wirkungslos?

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    von Goshi   38  0  0


    von matze 64   14  0  1


    von icke   133  0  1


    von hubacher   59  0  5


    von ThomasF   120  0  5

    • Filterbecken wirkungslos?

      Hallo zusammen,

      mein Umzug ist endlich vollbracht und im Winter soll das neue Becken angegangen werden. Bei der Planung bin ich auf eine Aussage gestoßen, die mir keine Ruhe lässt:
      Doko vom Bau meines Traumbeckens
      Ab Beitrag 686.
      Sollte es wirklich so sein, dass bei Nutzung eines Theiling Filters das Filterbecken verhungert, ist dieses ja eigentlich nicht notwendig.
      Die Aussage, dass der Theiling die biologische Arbeit übernimmt, kann ich bei der kleinen aktiven Fläche und dem aufgrund der geringen Fliesdicke winzigen Volumens nicht glauben, zumal die Kontaktzeit bei über 1000l/h minimal ist.
      Das Harz des Nitrattauschers nimmt ja wohl auch Nitrit auf. Die Frage ist, in welcher Menge. Dann wäre die biologische Stufe ja auch entbehrlich.
      Eine Erklärung wäre auch, dass im Hauptbecken ausreichend biologische Aktivität herrscht, um das Nitrit komplett in Nitrat zu wandeln.

      Die Konsequenz daraus wäre, entweder Theiling mit unbestücktem Filterbecken (halt nur die Technik und dann mit größerer Klarwasserkammer) oder konventionelles Filterbecken ohne Theiling.

      Ich bin auf Eure Meinungen gespannt.

      Schönen Gruß
      Markus
    • Hallo Markus,
      ich glaube dieses könnte ein Hoch Interessantes Tema werden .
      Ich werde noch ein paar Einschätzungen meinerseits dazu geben ! bin aber auch gespannt auf andere Erfahrungen .
      Spielt ein Becken Volumen eine Rolle oder und Deko , Bodengrund uns eine da durch resultiere Biomasse zu stellen , die einen Biologischen Filter in der Kombination mit einem Vliesfilter unnötig macht , Fragen über Fragen .
      Gruß Steff
      O)))=( ‹(•¿•)› <°(((><(

      "Es ist wichtiger im leben Ziele zu haben,als in Erinnerungen zu schwelgen "
      Hans Kammerlander



      Stefan Weber
      - YouTube


    • Hallo DC ,
      Es geht beim Filter um möglichst große Flächen.

      Wenn ich 100 Liter durch einen Schwamm schick sind 100 Liter „sauberer“.

      Wenn ich 100 Liter in einen „Strudel :verwirrt: “ (Kreisströmung, Wirbel) schicke, spiraliert das Wasser paar mal an dem Schwamm vorbei und geht dann durch den selben Schwamm. Das sind dann 100 noch viel bessere Liter :zwinker:
      Um was das Wasser wirbelt, Schwamm, Pflanzen echt. ist egal, es kann nur besser werden.

      Wenn man z.B. Stefans Video bei 3:28
      ansieht sammelt sich der Schmutz in der Bodenablaufkammer, da sollte einfach ein Winkelstück nach dem Gitter nach oben um mehr dreck am Boden zu sammeln (altmodisch absaugen) und dann evtl noch etwas HEL-X schwimmend um noch mehr dreck aufzuhalten. Das wäre dann eine Bodenabzugkammer mit Vorfilterabsetzfunktion. Was wiederum Watte spart aber etwas Arbeit macht.
      Soll auf keinen Fall Kritik sein!

      Mit freundlichen Grüßen

      Frank
      Gruß Frank
      3 ausgewachsene Denisonii Barben abzugeben

      Verrücktes Aquarium ausstehend :schlafen:
      Altum, Geophagus sveni, Sturisoma aureum, Loricaria sp atabapo, Andinoacara pulcher, Endlerguppy, Diskus
      + Retroculus/Satanoperca, Mesonauta, Heros/Uara, Skalar Gold/Koi :schlafen:
    • Hallo Frank , .....

      Gib einmal Bilder und Länge deiner drei Denisonii Barben an.

      Zum Thema:
      Ein Biofilter ist dann optimal wenn er nie gereinigt werden muss.
      Das Problem ist seine Größe vor Inbetriebnahme des Beckens zu definieren.

      Dabei muss die Biofilterfläche immer größer als der anfallende heißt zu verarbeitende Abfall sein.

      Also die Frage welche Methode ist umsetzbar:
      Ist Platz kein Thema reicht ein ausreichend großer Innen bzw. Außenfilter mit einem kleinen mechanischem Vorfilter.

      Ist Platz ein Thema dann hilft nur ein sehr effizienter Vorfilter zB.: Vliesfilter/Rollomat und ein kleiner Biofilter.

      Das Problem ist immer noch die Dimensionierung der einzelnen Komponenten.
      Die natürlich direkt von der Besatzdichte/Fischmasse und damit der Futtermenge abhängt.

      Natürlich haben auch Bodenfläche , Deko und sogar die Glasscheiben eine gewissene Effekt was die Biofilterung angeht.

      Meine Methode ist 960 Liter Wasserinhalt.
      1. Geringe Besatzdichte. ( 100 Liter/ Altum/Diskus )
      2. sehr große Biofilterfläche ( 160 Liter / große 3D Amazonas Rückwand über drei Scheiben )
      3. Hoher Filterwasserdurchsatz ( 3500 Liter/ Stunde )
      4. Hoher Luftdurchsatz nur im Biofilter. ( 1000 Liter / Stunde )

      Fazit:
      Seit 9 Jahren keine Reinigung des Biofilters mehr gemacht bzw. nötig.
      Regelmäßige Kontrolle per Endoskop und Datenerfassung und Auswertung aller Meßwerte ( 52560 Daten / Jahr )
      Es ist nicht die Methode der Filterung ausschlaggebend sondern ausschließlich die Dimensionierung derer Komponenten.
      Die Dimensionierung kann man allerdings nicht pauschal definieren sondern ist immer von dem Gesamtprojekt abhängig. Was man wiederum als Erfahrung bezeichnet.
      m.f.G.
      Ditmar :prost:
    • Hallo,
      habe ich das richtig verstanden Dittmar:
      Du hast bei 160 liter Filtervolumen einen Wasserdurchlauf von 3500 l/stunde?
      Ich dachte immer es sollte 1,5 mal das Beckenvolummen durch den Biofilter laufen und die Durchlaufgeachwindigkeit niedrig sein um eine effektive Filterung zu erreichen!
      Der Luftdurchsatz ist auch sehr hoch,aber das verstehe ich noch,da die Backis viel Sauerstoff brauchen oder?
      Da bei mir der Platz eine untergeordnete Rolle spielt und gerade am planen bin,diverse Angebote einhole und kräftig lese,was würdest du,oder besser ihr mir empfehlen?
      Mein derzeitiger Favorit hat ebenfalls 160 liter und das Volumen der Bioabteile ist 65 liter.
      Gruss Martin.
    • Guten Abend,
      Tolles Thema, da hab ich gleich mal gefüttert was das Zeug hält. Hoffe auf dem kleinen Bild kann man was erkennen. Im Prinzip die einzelnen Fütterungen am Redox. Insgesamt den kräftig steigenden LW und am ph den gequälten Filter der immer wieder einen auf den Deckel bekommt. Bei normaler Fütterung läuft das Becken bei ph8. Filter läuft würd ich sagen.
      Dateien
      Grüße Tobias
    • Hallo Martin

      Die 3500 L/h setzen sich folgendermaßen zusammen.
      Eheim Compakt 3000+ im Vorfilterbecken ( 15Liter )
      Eheim Biopower 240 in der Klarkammer mit 750 L/h ( 10Liter )

      2000 L/h durch den Vorfilter zur Klarkammer und an einen Bodennahen Ausgang durch das 2m Becken.
      1000 L/h durch den Vorfilter in den Biofilter zur Klarkammer und an einen Bodennahen Ausgang durch das 2m Becken.
      750 L/h von der Klarkammer an der Oberfläche im Becken zur Oberflächenbewegung.
      m.f.G.
      Ditmar :prost:
    • Hallo Diskusfreunde,

      Wie wir alle wissen, Nitrifikation findet überall im Aquarium statt, die Mikroorganismen und Nitrifikanten siedeln dort, wo das entsprechende Nahrungsangebot am größten ist, wo die Wege zur Nahrung kurz sind, daher ist z. B. der Bodengrund als biologischer Filter nicht zu unterschätzen. Man liest ja immer wieder mal von einem Nitritanstieg nach einem Austausch vom Bodengrund.

      Der Vliesvorfilter entfernt jede Menge Organik aus dem Kreislauf und das ist auch gut so, die Organik die vom Vliesfilter entfernt wird, wird mal nicht von Mikroorganismen weiter verstoffwechselt und belastet somit das Aquarienwasser nicht.
      Was man nicht vergessen sollte, der Fisch atmet den größten Teil des Protein-Stickstoffs als Ammoniak aus, und den holen sich die Ammoniumoxidierer, diese scheiden Nitrit als Stoffwechselprodukt aus und das schnappen sich die Nitritoxidierer. Ammonium und Nitrit sind im Wasser gelöste Stoffe, nicht als Partikel wahrnehmbar.
      Was ich damit sagen möchte, man kann eine Filterleistung nicht zwangsläufig nur an der Verschlammung vom Filter fest machen, überlastete Filter mit zu geringer Abbauleistung neigen zur Vermulmung, bzw. zur Verschlammung, wobei ich zwischen Mulm und Filterschlamm unterscheide. Mulm ist biologisch aktiv, Filterschlamm eher nicht. Wenn eure Filter „sauber“ sind, freut Euch !

      Und wenn der Filter noch eine Leistungsreserve hat, das hat noch keinem Aquariumwasser geschadet.
      Gruß Peter
    • Hallo Zusammen,

      da ich keinen Vliesfilter im Einsatz habe, mal der theoretische Einwurf, dass es ganz interessant wäre zu wissen, wie Input und Output der Be-/entlastung des Systems zusammenhängt.
      Also was gebe ich bspw. wöchentlich an Futter ins Becken, dann runterrechnen auf die Trockenmasse, das ergibt grob den Input.
      Output wäre grob gerechnet die Gewichtszunahme des verbrauchten Filtervlieses.

      Bsp.: Es werden 5 m Vlies pro Woche verbraucht, die werden abgeschnitten, getrocknet und gewogen. Man bestimmt das Vergleichsgewicht von 5m neuem Vlies. Die Differenz ist das, was der Filter rausgeholt hat.

      Setzt man das zur eingesetzten, getrockneten Futtermasse ins Verhältnis, hat man ungefähr den Anteil, wieviel der Vliesfilter rausholt. Das Ganze wird einigermaßen genau sein in einem eingefahrenen System, an dem man am besten keine anderen Maßnahmen vornimmt (wie z.B. Mulm absaugen etc.).

      Gott sei Danke habe ich keinen Vliesfilter, sonst hätte ich jetzt wieder Arbeit :whistling:

      LG
      Markus
    • Moin zusammen,

      die Antworten gehen etwas an meiner Frage vorbei, was durchaus daran liegen kann, dass ich unsauber formuliert habe.

      Kern meiner Frage sollte sein, inwieweit ein Nitratharz auch Nitrit bindet und bei höherer Beladung auch hält. Sollten Nitrat und Nitrit ähnlich gut gebunden werden, wäre bei Einsatz eines Vliessfilters eine nachgeschaltete biologische Filterung evtl. sinnfrei, da fast nichts zum Umwandeln da ist. Mechanisch gereinigt wurde ja schon.

      Es würde mir auch unsinnig erscheinen, Nitrit erst aufwändig (also vom Platz her) in Nitrat zu wandeln, wenn ich mit gleicher Harzkombination das selbe Resultat habe.

      Um eines noch klarzustellen: Es geht mir nicht darum, die paar Euro für die Bestückung des Filterbeckens zu sparen. Hintergrund wäre die Platzeinsparung und damit die Möglichkeit, den Raum unter dem Becken etwas weniger eng zu gestalten.

      Schönen Gruß
      Markus